Der Podcast-Markt im Fokus

2. August 2020 |

Die wichtigsten News aus Spotifys 2. Quartalsergebnis

Fehlbetrag von 356 Mio. Euro ausgewiesen – Podcast-Offensive trägt Früchte

Steigender Quartalsumsatz tröstet über fehlende Gewinnmargen hinweg.

Der Musikstreaming-Marktführer Spotify kommt mit solidem Wachstum durch die Coronakrise – soviel lässt sich aus dem 2. Quartalsbericht des Audiogiganten herauslesen.

Dass es doch einen doch einen Verlust von 356 Mio. Euro zu verschmerzen gibt, dafür sorgten höhere Steuerzahlungen in Schweden. Die Abgaben fielen an, weil die Anteile der Mitarbeiter nach dem jüngsten Kursanstieg deutlich an Wert gewonnen hatten. Rund 31 Prozent der Spotify-Beschäftigten sind in Schweden beschäftigt.

Abozuwachs

Die Zahl der Abo-Kunden ist in nur drei Monaten von 130 auf 138 Millionen – inklusive der Gratis-Version hatte Spotify damit zuletzt 299 Millionen aktive Nutzer, 29 Prozent mehr als 2019. Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 1,89 Mrd. Euro.

Podcasts tragen Früchte

Des weiteren zeigt sich, dass die Podcast-Offensive des Streaming-Anbieters offensichtlich Früchte trägt.

Insgesamt sind inzwischen 1,5 Millionen Shows auf Spotify gelistet, die Hälfte davon haben erst dieses Jahr ihre 1. Folge veröffentlicht. Zuletzt hörten sich 21 Prozent der Nutzer Podcasts an (Steigerung im Jahresvergleich: 2 Prozent, wobei sich die konsumierten Podcast-Stunden währenddessen verdoppelt haben). Auch wenn die Werbeerlöse noch gering sind, konnte das Podcast-Segment die höchsten Gewinne im 2. Quartal einfahren.

Gimmick

Wer mehr Lust auf Exklusivinfos zu Spotify hat, für den gibt es jetzt sogar eine eigene Podcast-Show namens „Spotify For The Record“ zu abonnieren.

Tatjana Lukas
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