Der Podcast-Markt im Fokus

6. Februar 2021 |

Patreon macht einen Schritt auf Podcast er*innen zu

Joe Budden, bis vor kurzem Podcast-Host bei Spotify, wechselt zum Bezahlmodell von Patreon und nicht nur das: er übernimmt dort auch den Job als Head of Creator Equity.

Immer mehr Podcaster*innen setzen auf das Patreon-Modell und bitten ihre Hörer*innen, sie auf direktem Weg mit einmaligen oder regelmäßigen Geldbeiträgen zu unterstützen. Ein prominenter Neuzugang ist der zuvor bei Spotify gesignte Podcaster Joe Budden, der zukünftig seine exklusiven Folgen dort zum Preis von 5 bis 25 Dollar, je nach Sponsoringmodell, feilbieten wird.

In einer ersten Reaktion zum Wechsel gab er an, dass das Monetarisierungssystem für Podcaster*innen aktuell nicht funktioniere und viele gar nicht oder unzureichend für ihre Arbeit bezahlt würden. Er stigmatisiert sein Engagement als Kampf für einen Umschwung in der Industrie und macht sich durch das neue Engagment als Head of Creator Equity bei Patreon zum Rolemodel.

Kampfansage

„Ich habe aus erster Hand gesehen, dass Ausbeutung in dieser Branche allgegenwärtig ist – sie ist zum Status Quo geworden, und ich bin es leid.“, gibt Budden zu Protokoll, “ Ich bin es leid, ständig für die Unabhängigkeit zu kämpfen, und ich bin es leid, meinen Wert immer wieder zu beweisen. Diese Partnerschaft mit Patreon markiert eine neue Ära für die Kreativwirtschaft: Eine, in der die Unabhängigkeit an erster Stelle steht und die Creators bezahlt werden – etwas, das nicht revolutionär sein sollte. Creators sollten den größten Anteil an ihrer Kunst haben, und das System ist dazu nicht bereit. Deshalb werden wir das System ändern. Dies ist die neue Blaupause und wir sind die ersten.“

Tatjana Lukas