Der Podcast-Markt im Fokus

27. April 2021 |

Spotify zieht mit Abo-Modell für Podcasts nach

Auch Spotify führt Podcast-Monetarisierung mit neuen Tools ein – allerdings vorerst nur in den USA.

Credit: Anchor/Spotify

Nachdem Apple vor kurzem eine in ihre Plattform integrierte Monetarisierungslösung für Podcaster*innen angekündigt hat, zieht nun auch Spotify nach und wird ein ähnliches Modell über ihren Hostingdienst Anchor anbieten.

Credit: Anchor/Spotify

Dabei können kostenpflichtige Podcast-Abonnements angelegt werden und es wird die Aktivierung unabhängiger Ersteller als Teil des Spotify-Audience-Network ermöglicht. Das Programm beginnt in den USA und wird in den kommenden Monaten international ausgeweitet.

Podcast Abos

Podcaster*innen können in Zukunft Episoden auf Anchor als Nur-für-Abonnent*innen markieren und auf Spotify und anderen Podcast-Plattformen veröffentlichen. Für die nächsten zwei Jahre ist dieses Programm für den Content Creator kostenlos, was bedeutet, dass die teilnehmenden Creator hundert Prozent ihrer Abonnenteneinnahmen erhalten (ohne Zahlungstransaktionsgebühren). Ab 2023 wird dann eine wettbewerbsfähigen Gebühr von fünf Prozent für den Zugriff auf dieses Tool eingeführt.

Credit: Anchor/Spotify

Es gibt bereits eine erste Gruppe von zwölf unabhängigen Podcastern, die gut positioniert sind, um mit ihrem Publikum Einnahmen zu erzielen. Diese Creator veröffentlichen Bonusinhalte nur für Abonnenten in ihren vorhandenen Podcast-Feeds. Ab sofort wird Spotify auch Einsendungen von der Warteliste annehmen und das Programm in den kommenden Monaten auf weitere Entwickler und den Rest der Welt ausweiten.

Der Nur-Abonnenten-Inhalt kann in der Spotify-App vollständig durchsucht und entdeckt werden und wird im Haupt-Feed jeder Show angezeigt. Sendungen werden mit einem Schlosssymbol auf der Wiedergabetaste gekennzeichnet.

Spotify Open Access Platform (OAP)

Spotify arbeitet zudem an einer Technologie, mit der Hörer*innen Podcasts auf Spotify mithilfe des vorhandenen Anmeldesystems (wir raten mal Patreon, Steady echt.?) hören können. Dies gibt Podcaster*innen mit vorhandenen Abonnentenstämmen die Möglichkeit, bezahlte Inhalte mithilfe von Spotify an ihre vorhandenen bezahlten Zielgruppen zu liefern, wobei die direkte Kontrolle über die Beziehung erhalten bleibt.

Spotify Audience Network

Ab dem 1. Mai wird außerdem das Spotify Audience Network, ein Marktplatz für Audio-Werbung, öffnen.

Tatjana Lukas