Der Podcast-Markt im Fokus

3. März 2021 |

Stereoblöd: Impro-Comedy mit dem IQ zweier Esel

Dani und Matze sind absurd lustig, wie ihnen das persönliche Umfeld versichert hat. Dann kam Corona, und damit auch bald der Podcast. Könnte natürlich schiefgehen. Gottlob hatte das Umfeld aber diesmal recht.

„Unser Podcast kam am 21. September 2020 zur Welt. Deshalb ist er noch sehr klein, aber auch niedlich.“ So stellt Matthias Brandt vor, was er mit Daniel Franzkowiak macht. Der Eine ist Comedy-Autor, Moderator und Experte für Studien und Umfragen, der Andere stellt sich als Ingenieur für technische Gebäudeausrüstung und Experte für unnützes Wissen vor. Dani „weiß ziemlich viele Sachen, die oft gar nichts mit Gebäuden zu tun haben“. Während Matze nicht so viele Sachen wisse. „Die haben aber auch oft nichts mit Gebäuden zu tun.“

Wer Dani und Matze zuhört, dem wird rasch klar, wie es zum Podcast-Titel kam: „Stereoblöd“. Das Ganze läuft unter „Impro-Comedy“, wie Matze erklärt: „Es geht um Erlebnisse, Erfahrungen und Ereignisse des aktuellen Zeitgeschehens. Und um die Vergangenheit. Und um die Zukunft. Ach, naja… es ist kompliziert.“ Meist sei am Anfang einer Folge nur grob klar, worum es gehen wird. Und dann lassen sich die beiden Hosts treiben: „Manchmal wird es kosmopolitisch, manchmal philosophisch, manchmal gefühlvoll. Aber immer überraschend und natürlich lustig.“

Was fehlt: der Sockentrocknomat

Tatsächlich behandeln die zwei Pod-Kasperl aktuelle Themen wie z.B. den „Birkenstock-Deal“ und zerbrechen sich den Kopf über dringend notwendige Erfindungen wie den Sockentrocknomat: Der müsse möglichst rasch her, bevor sich Elon Musk dieser Marktlücke annimmt. 

„Wir haben uns beim Beachvolleyball kennengelernt und festgestellt, dass wir oft nach dem Sport, quasi aus Versehen, ganze Gruppen mit unseren Geschichten und Gedanken unterhalten haben“, heißt es zum Gründungsmyhtos. „Als dann die geselligen Abende durch Corona immer weniger wurden, haben wir uns gedacht, ok, dann jetzt los.“ Die Idee zum Podcast war geboren, und rasch auch der Titel „Stereoblöd“, weil: „Naja, wir sind zu zweit, und da hätte Monoblöd nicht gepasst.“ Nicht umsonst verspricht schon das Podcast-Intro Comedy mit dem IQ zweier Esel.

Mit Stereoblöd zum perfekten Mafia-Namen

Von dem, was im Podcast stattfindet, sind Dani und Matze oft selbst überrascht: „So haben wir zum Beispiel spontan das Gender-Problem in der deutschen Sprache gelöst, eine Methode entwickelt, um ganz leicht den eigenen Mafia-Namen zu finden und herausgefunden, dass wir die Maschine für Zeitreisen alle zuhause haben.“ – Klingt absurd. Ist es auch. Und dabei aber echt ziemlich unterhaltsam.

Aktuell ist „Stereoblöd“ noch werbe- und einnahmenfrei: „Wir wollen vor allem Spaß haben und Menschen Spaß bereiten“, sagt Matze. „Und wir würden liebend gern zurück auf die Straße. Also auf belebte Plätze, um unsere Geschichten und Gedanken live zu spinnen und spontane Einwürfe aus dem Publikum zu bekommen. Wenn wir damit irgendwann einen Teil unseres Lebensunterhaltes finanzieren könnten, wäre das natürlich toll.“

Derweil gibt’s die beiden Blödler zumindest weiterhin auf allen Podcast-Plattformen zu hören. Und darüber hinaus kann man ihnen bei Instagram sowie bei Facebook folgen.

Bernhard Madlener